Landes-EM der Frauen und Männer am 03.11.2013 in Barsinghausen
(Deisterpokal)

Am Sonntag wurde in Barsinghausen die Landes-Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer im Rahmen des traditionellen Deisterpokals statt. Vier Judoka des Phönix waren ebenfalls dabei und errangen einen beachtlichen Erfolg. Das herausragende Ergebnis war der Titelgewinn von Inken Hildebrandt, gefolgt von den 3. Plätzen durch Bianca Wilke und Dennis Burkhardt, sowie Platz 5 durch Behrouz Alikhani.

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Die Phönixstarter bei der Landes-EM 2013:
Dennis Burkhardt, Bianca Wilke, Inken Hildebrandt und Behrouz Alikhani

 

20131103 lem mf  InkenHildebrandt Bianca Wilke   SiegerehrungInken nach dem SiegIn der Gewichtsklasse +78kg traten Inken Hildebrandt und Bianca Wilke an. Losbedingt trafen beide bereits im ersten Kampf aufeinander. Da sich beide seit Jahren aus dem Training kennen, ergaben sich trotz Aktivität auf beiden Seiten zunächst keine klaren Möglichkeit. Doch schließlich kann Inken mit einem Tani-otoshi werfen und bekommt dafür eine kleine Wertung. Nach knapp 2 Minuten Kampfzeit kann Inken sich durchsetzen und Bianca mit einem eindrucksvollen Tai-otoshi werfen, der mit Ippon gewertet wird. Somit stand Inken der Weg zum erneuten Titelgewinn offen, während Bianca noch auf einen zweiten Platz hoffen durfte. Im nächsten Kampf ging es für Inken gegen eine Kämpferin aus Fürstenau, die deutlich schwerer war. Gut eingestimmt durch Dennis Burkhardt ließ sich Inken nicht durch ihre Gegnerin aus dem Konzept bringen, absolvierte einen guten Griffkampf und setzte sie unendweg unter Druck. Heikel wurde es für ihre Gegnerin, als sie Inken regelwidrig ins Bein fasste. Die Kampfrichter berieten dies lange, gaben jedoch keine Strafe. Im weiteren Verlauf kam die Gegnerin mit dem Griffkampf und der Linksauslage nicht zurecht. Inken wich einem Tani-otoshi-Angirff Ihrer Gegnerin aus und nutzte dies für den Übergang in die Bodenarbeit, wo sie mit einem Kami-shiho-gatame zum Ippon hielt. Mit diesem verdienten Sieg errang Inken erneut den Landesmeistertitel in ihrer Gewichtsklasse und wird sich intensiv auf die nun anstehende Deutsche Pokalmeisterschaft vorbereiten.

Nun musste noch Bianca gegen die Kontrahentin aus Fürtsenau auf die Matte. Bianca war top motiviert und fest davon überzeugt, durch einen starken Griffkampf die Gegnerin zu bezwingen. Nach einem Erfolg versprechendem Kampfbeginn startete die Fürstenauerin einen Soto-maki-komi-Wurfansatz. Bianca wich entgegengesetzt zur Eindrehrichtung aus, konnte aber ihren Arm nicht dem festen Griff der Kontrahentin entreißen. In Folge dessen drehte sich die Gegnerin weiter ein und warf über Biancas Kopf hinweg zu Boden. Ippon gegen die Soltauerin. Bianca war sichtlich enttäuscht ob dieser Niederlage, da so die direkte Qualifikation zur Deutschen Pokalmeisterschaft nicht gelang. Am Ende ging Bianca mit der Bronzemedaille von der Matte.

 

 

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Dennis gegen Joachim von Pawels

Dennis Burkhardt nutzte den Deisterpokal, um seiner verletzungsbedingten Abstinenz vom Einzelwettkampf den Rücken zu kehren. Bis 100 kg hatte er losbedingt ein Freilos und stand in seiner ersten Begegnung gegen den späteren Landesmeister Joachim von Pawels. Beide kennen sich aus unzähligen Trainingseinheiten und wissen einander einzuschätzen. Dementsprechend gestaltete sich auch der Fight: 5 Minuten druckvolle, erfolgversprechende Attacken von beiden Sportlern, ohne einen entscheidenden Vorteil herausarbeiten zu können. So ging der Kampf direkt in den Golden Score über. Nach weiteren 2 Minuten musste sich Dennis einem geschickten Angriff geschlagen geben und wurde in die Trostrunde katapultiert. Dort hatte er auf seinem Weg zum Medaillenplatz drei ambitionierte Gegner zu überwinden. Diese Kämpfe konnte er jeweils in der ersten Minute mit Ippon für sich entscheiden und konnte am Ende den 3. Platz für sich beanspruchen.

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 Fotos: Udo Möbus

Behrouz Alikhani hatte bis 81 kg durchweg starke Gegner zu im Feld. Gleich zu Beginn ging es gegen Niklas Feske. Beide schenkten sich nichts, Behrouz legte aber stets Kohle nach und griff kompromislos an. Einige Kampfrichterentscheidungen in dieser Begegnung führten zu unnötigen Verzögerungen des unvermeidlichen Sieges seitens des Phönixers. Die Konsequenz daraus war die totale Erschöpfung, aus der er sich nicht mehr vollständig erholen konnte. Im zweiten Fight konnte er nach eigenen Angriffen seinen gegner in die Bodenlage bringen, wo er ihnmit einem Armhebel besiegte. In dem nun folgenden Kampf um den Einzug ins Finale ging es gegen Luigi Scoccimarro, der mithin kein ungeschriebenes Blatt ist. Mit seiner versichenden Kondition hatte Behrouz leider wenig entgegen zu setzen und musste sich in die Trostrunde verabschieden. Dort traf er erneut gegen seinen ersten Kontrahenten Niklas Feske. Dieser verstand die Zeichen zu deuten und warf den völlig leergepumpten Behrouz in der ersten Minute mit einem Ausheber zum Ippon. Am Ende blieb der undankbare 5. Platz.

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Fotos: Udo Möbus